Veranstaltung: Ist EU-Mercosur nicht doch nötig?
Trump blockiert die multilaterale Welthandeslorganisation (WTO). Die EU setzt jetzt verstärkt auf ein Netz von bilateralen Abkommen wie CETA mit Kanada oder das ausverhandelte regionale EU-Mercosur-Abkommen mit den meisten Ländern Südamerikas. Ist angesichts dieser veränderten Umstände das Abkommen mit den meisten Staaten Südamerikas nicht doch nötig?
Attac lehnt das Mercosur-Abkommen weiterhin ab. Dafür gibt es viele Gründe:
- Das Abkommen bedeutet, dass unter anderem Rindfleisch, Zuckerrohr, Futtersoja, Sojaöl und Biosprit aus dem Mercosur noch billiger und in noch größeren Mengen in die EU importiert werden können. Durch das Abkommen werden Analysen zufolge zusätzliche 700.000 ha Regenwald zerstört
- Die Importe haben damatische Auswirkungen auf die europäische Landwirtschaft.
- Die Öffnung des südamerikanischen Marktes führt zu massiven Jobverlusten in der verarbeitenden Industrie im Mercosur. Allein in Brasilien könnten in der Autoindustrie über 20.000 Arbeitsplätze wegfallen, auch der Textilsektor und die pharmazeutische Produktion wären betroffen.
- Untersuchungen von Greenpeace und dem Pesticide Action Network haben in den letzten Jahren allein auf Produkten aus Brasilien, wie Limetten und Kaffee, Rückstände gefunden, die über die in der EU erlaubten Grenzwerte hinausgingen. Die Importkontrollen werden entfallen.
Freihandel nach außen und Austeritätspolitik nach innen, jeweils gepaart mit einer Machtverschiebung von Politik zu Konzernen, bilden eine unheilvolle Allianz.
Attac Darmstadt lädt ein zu einer Informations- und Diskussionveranstaltung mit Thomas Fritz (Powershift).
Wann? Am 19. Januar 2026 umd 19 Uhr
Wo? In der Bessunger Knabenschule (BDP-Raum).
Kommt vorbei!
Siehe auch: Powershift: https://power-shift.de/wp-content/uploads/2025/07/PowerShift_Handelspolitik_EU-Mercosur-Abkommen-ante-portas.pdf

